CPC-SKEK

NEWSLETTER SKEK

Sommer 2019

Liebe SKEK-Mitglieder und Interessierte

Unsere Mitgliederversammlung durften wir auf der Bioschwand durchführen, dabei hat das BLW die offenen Fragen, die wir im „Bericht zur Umfrage zu den NAP-PGREL-Projekteingaben 2018“ gestellt haben, beantwortet. Weitere Informationen zur Umfrage und die Antworten des BLW finden sie im untenstehenden Text.

Des Weiteren findet am 19. Mai 2019 der internationale Museumstag zum Thema immaterielles Kulturerbe statt, wobei die Erhaltung der Agrobiodiversität, wie z. B. der Samentausch oder die Saatgutvermehrung dazu gehören, deshalb ermuntern wir alle Schaugärten, sich an diesem Tag zu beteiligen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre und einen schönen Frühling.

Die Geschäftsstelle der SKEK

Neues von der SKEK

Neuigkeiten Nationale Datenbank BDN

Ab Ende dieses Jahres 12.12.2019 wird die neue Webseite der nationalen Datenbank in Betrieb genommen: www.bdn.admin.ch 

Dabei wird es neu drei Ebenen geben: die Sortenebene, die Akzessionsebene und die Duplikatebene. Sobald die neue Webseite in Betrieb ist wird eine Schulung vom BLW für alle Nutzer angeboten.

www.bdn.ch (momentan nicht aktiviert)

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Neues von den Mitgliedern der SKEK

Generationenwechsel bei der Getreidezüchtung Peter Kunz

Peter Kunz übergibt die Züchtungsarbeit in die Hände der jungen Generation. Ab dem 1. Januar 2019 hat Monika Baumann gemeinsam mit Herbert Völkle die Geschäftsleitung übernommen.

Peter Kunz sieht seine visionäre Rolle künftig in den Bereichen Ausbildung, Grundlagenforschung, Ernährung, Forschung zur Züchtungsfinanzierung und der Verbreitung der Erkenntnisse dazu. Diese Aktivitäten sind neu in der Stiftung Fonds für Kulturpflanzen-Entwicklung angesiedelt.

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des 35-jährigen Jubiläums der gzpk. Am 6. November wird ein grosses Benefiz-Jubiläums-Dinner dazu stattfinden.

Weitere Informationen:

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Vergessene Wurzelgemüse werden gesucht!

Hortiplus sucht vergessene Wurzelgemüse für die Förderung der Kulturpflanzenvielfalt und den Erhalt der Biodiversität. Haben sie selber eine alte Sorte oder kennen Sie jemanden der verschollenes Wurzelgemüse anpflanzt? Verbreiten Sie bitte die Suchaktion in Ihrem Bekanntenkreis. Vielen Dank!

Lesen Sie alle Informationen hier

Weitere Informationen:

https://www.hortiplus.ch/copy-of-sagezu

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Rosenkohl wird gesucht!

In Zusammenarbeit mit der NAP-Arbeitsgruppe Gemüse führt Artha Samen seit vielen Jahren Sortensichtungen durch. Dieses Jahr hat Artha Samen eine Sichtung vorgesehen mit:

Rosenkohl – Brassica-oleracea-ssp. oleracea convar. gemmifera var. gemmifer

Jürg Hädrich sucht deshalb Saatgut (ca. 5 Gramm pro Sorte) um ein vollständiges Bild von der noch vorhandenen Vielfalt in der Schweiz zu erhalten. Die Suchtaktion findet bis Mitte Mai statt. Bitte senden Sie Ihre Muster an folgende Adresse:

Jürg Hädrich, Schwand 3, 3110 Münsingen

Verbreiten Sie bitte die Suchaktion in Ihrem Bekanntenkreis. Vielen Dank!

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Kulturpflanzen und ihre wilden Verwandten – ein Schatz für unsere Zukunft

Die Wildarten von Kulturpflanzen machen einen bedeutenden Teil des Genpools der Kulturpflanzen aus. Im aktualisierten Schweizer Inventar dieser «Crop Wild Relatives» sind 285 Taxa aufgelistet, die für die Schweiz besonders wichtig oder prioritär sind, davon gilt fast ein Drittel als gefährdet.

Die wichtigste Herausforderung für einzelne Länder oder Regionen besteht darin, die mit Kulturpflanzen verwandten Arten zu identifizieren und ihren Erhaltungszustand und ihre genetische Vielfalt einzuschätzen. Erste Schutzmassnahmen wurden bereits lanciert.

Mehr Informationen:

Text von Sibyl Rometsch Infoflora & Sylvain Aubry, Hotspot 2019:

https://naturwissenschaften.ch/service/publications/113217-hotspot-39-19-biodiversitaet-im-alltag

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Sorten von gestern für den Anbau von morgen

In einer Serie von sieben Artikeln schriebt Kaspar Hunziker von Fructus für die Zeitschrift Schweizer Bauer, wie wertvoll die Kulturpflanzenvielfalt ist und warum es sich lohnt diese zu schützen und zu erhalten. Dabei werden unterschiedliche Kulturen und auch die SKEK porträtiert.

Den ersten Artikel finden Sie hier

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National

Nagoya Verordnung und PGREL

Das Nagoya-Protokoll ist ein internationales Abkommen, das 2010 von den Vertragsparteien zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt verabschiedet worden ist. Es definiert den internationalen rechtlichen Rahmen für die Nutzung der genetischen Ressourcen sowie das sich darauf beziehende traditionelle Wissen. Die Nagoya Verordnung regelt den Zugang und die Nutzung von genetischen Ressourcen und das traditionelle Wissen, sowie die Einhaltung der innerstaatlichen Vorschriften über den Zugang und den Vorteilsausgleich anderer Vertragsparteien aus dieser Nutzung.

Bezogen die pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft PGREL gilt eine Sonderregelung. Gemäss der Verordnung über die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung von PGREL (Art. 5 PGRELV) werden genetische Ressourcen der Nationalen Genbank dem Multilateralen Systems des Internationalen Vertrags «Treaty» über PGREL (International Treaty on plant genetic resources for food and agriculture, ITPGRFA) zur Verfügung gestellt.

Da das Multilaterale System des «Treaty» von der Schweiz als Spezialinstrument angesehen wird, hat dieses Vorrang und ist vom Nagoya Protokoll ausgenommen, sofern es sich um eine Nutzung von genetischen Ressourcen für Zwecke der Ernährung und Landwirtschaft handelt. Sind jedoch andere Forschungszwecke vorgesehen, wie z.B. Kosmetikprodukte, Heilmittel, etc. kommt für diese Ressourcen das Nagoya Protokoll zur Anwendung.

Mehr Informationen:

FAQ Nagoya-Protokoll

Nagoya Verordnung CH

Infos zum Nagoya Protokoll: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biotechnologie/fachinformationen/nagoya-protokoll.html

International Treaty on plant genetic resources for food and agriculture, ITPGRFA: http://www.fao.org/plant-treaty/en/

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Bluest und Frost

Die «Chriesibluescht» hat dieses Jahr zwei Wochen früher eingesetzt als im vergangenen Jahr – mindestens. Bereits Anfang April standen viele Bäume in der Blüte. Auch im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt könne von einem «frühen Jahr» gesprochen werden. Die Temperaturen befanden sich Ende März und Anfangs April im Fricktal ums Baselbiet unter 0 Grad. Das Ausmass der Frostschäden kann noch nicht abschliessend beurteilt werden. Erst ab minus 3 Grad wird es für die Blüten gefährlich.

Noch besteht Hoffnung auf eine gute Obsternte 2019. Die späten Kirschensorten beginnen gerade erst zu blühen und die Bluest der Äpfel und Birnen steht noch vor der Türe. Da die Temperaturen in den letzten Tagen über zehn Grad gestiegen sind, konnten Bienen und weitere Pollanisatoren die Blüten bestäuben. Dank der Sorten-Diversität und den entsprechend spätblühenden Kirschensorten kann auch in Zukunft klimatischen Veränderungen entgegengehalten werden.

Mehr Informationen:

http://www.hochstammsuisse.ch/2019/04/15/bluest-und-frost/

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Mit Radio und Fernsehen auf Biodiversitätsmission: SRF lanciert zusammen mit RSI, RTR und RTS Mission B

Mit Mission B setzt der SRF einen Schwerpunkt zur Biodiversität. Von März 2019 bis September 2020 greift das Medienhaus das Thema in den bestehenden Sendungen und Plattformen auf, beleuchtet Zusammenhänge und Hintergründe.

Gefördert werden sollen vor allem Schweizer Wildpflanzen, weil diese für Insekten, Vögel und andere einheimische Tiere lebenswichtig sind. Hauptplattform für die schweizweite Mitmachaktion ist die Webseite missionb.ch. Sie dokumentiert die neugeschaffenen Naturoasen, zudem bietet sie weiterführende Informationen zur Biodiversität. Fachlich unterstützt wird der SRF vom Forum Biodiversität der SCNAT.

Weitere Informationen:

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International

Internationaler Museumstag: machen Sie mit!

Unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ findet am Sonntag 19. Mai 2019 der Internationale Museumstag statt. 

Dabei steht das immaterielle Kulturerbe im Zentrum des Internationalen Museumstags 2019. Die Erhaltung der Agrobiodiversität, wie z. B. der Samentausch oder die Saatgutvermehrung gehören auch zum immateriellen Kulturerbe, deshalb möchten wir die Schaugärten dazu ermuntern, sich an diesem Tag zu beteiligen. Das kann in Form von Aktionen wie Sonderführungen, einem Blick hinter die Kulissen, Workshops, einem Fest oder auch mit einer Medienmitteilung sein.

Frau Furter ist die Ansprechpartnerin bei Interesse am Museumstag: 044 218 65 92. Frau Furter freut sich, dass die Schaugärten an dieser Veranstaltung teilnehmen. Sie ermöglicht Ihnen, ein kostenloses Konto zu eröffnen und Ihren Garten auf der Plattform sichtbar zu machen. 

Wir hoffen, dass viele Gärten diese Gelegenheit nutzen werden, um ihre Mission noch bekannter zu machen.

Mehr Informationen:

https://www.museums.ch/ins-museum/museumstag/museumstag.html

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