CPC-SKEK

NEWSLETTER SKEK

Winter 2017/18

Inhalt
 
  • Sommerexkursion SKEK bei ProSpecieRara am 5. Juni
  • Fachtagung PGREL 2018: Sind alte Sorten fit für die Zukunft?
  • Erschmatt
  • Slow Mobile
  • Neue Züchtungstechnologien: Petition
  • Production et mise en circulation des végétaux en Suisse

Neues von der SKEK

Sommerexkursion bei ProSpecieRara am 5. Juni
Fachtagung PGREL 2018: Sind alte Sorten fit für die Zukunft?
Generalversammlung beim Mitglied Arboretum in Aubonne

Die diesjährige Mitgliederversammlung der SKEK fand beim Mitglied Arboretum in Aubonne VD statt. Vormittags wurde die MV durchgeführt, an der 20 Mitglieder teilnahmen. Zwei neue Mitglieder wurden mit grossem Applaus in das SKEK-Netzwerk aufgenommen: Realisation Schmid und Hortiplus. Die Realisation Schmid betreut Projekte im Bereich Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Natur und Gartenbau und arbeitet momentan an einem NAP-Projekt zur Inventarisierung der Weinbergpfirsiche in der Schweiz. Hortiplus berät urbane Gartengemeinschaften, ist in der Samengemeinschaftszucht tätig und koordiniert in einem NAP-Projekt die Saatgutvermehrung  mit der Genbank in Changins. Die Bilanz der Aktivitäten der Geschäftsstelle im Jahr 2017 ist positiv und der Jahresbericht 2017 kann unter folgendem Link eingesehen werden.

Nach einem schmackhaften Fondue, das von einem Weisswein aus der Region begleitet wurde, führte uns der Geschäftsleiter Herr Pascal Sigg durch das Arboretum, das wunderschön ins Tal der Aubonne gebettet ist.

Das Arboretum ist einzigartig in der Schweiz und beherbergt neben 3’000 Arten von Bäumen und Sträuchern aus allen gemässigten Zonen der Welt, zwei Obstgärten wovon einer 1975 von Roger Corbaz errichtet wurde. Dieser „Verger d’autrefois“ ist Teil von NAP-PGREL Projekten. Darin finden sich Hochstammbäume mit alten, regionalen Sorten von Kern- und Steinobst wie beispielsweise der Poire à Botzi, der Poire Sept en Geule und des Sternapis. Ausserdem finden sich Sammlungen von Wallnussbäumen und von wilden Hagebuttensträuchern.

Die Sammlung des Arboretums dient der Arterhaltung, für wissenschaftliche Zwecke und verfügt über mehrere Lehrpfade - ein richtiger Schatz für die Erhaltung der Biodiversität und ein grossartiger Erholungsort!

Mehr Informationen zum Arboretum:

www.arboretum.ch/

Weitere Informationen:

www.bdn.ch/pan/ 

Realisation Schmid

Hortiplus GmbH

Die SKEK auf LinkedIn

Die SKEK möchte sich auch auf digitalem Wege mit ihren Mitgliedern vernetzen. Deshalb finden sie uns jetzt auf dem sozialen Netzwerk von LinkedIn. Es soll den Mitgliedern, Experten und interessierten Personen dazu dienen untereinander Kontakte zu knüpfen und das eigene Netzwerk auszubauen.

Sind Sie Mitglied auf der Plattform von LinkedIn? Dann folgen Sie uns bitte hier.

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Neues von den Mitgliedern der SKEK

Erschmatt
Slow Mobile

National

Neue Züchtungstechnologien: Petition
Production et mise en circulation des végétaux en Suisse

International

Bio EU-Verordnung: Neue Chance für die Vielfalt

Der Entwurf der neuen Europäischen Verordnung zur biologischen Landwirtschaft (EU-Bio-Verordnung) wurde im April 2018 endgültig verabschiedet und wird ab Januar 2021 in Kraft treten. In der neuen Regelung werden zwei neue Saatgutkategorien eingeführt, die einerseits Bio-Saatgutsorten und andererseits den Zugang zu biologisch gezüchteten Sorten betreffen.

Bislang dürfen zum Beispiel alte Landsorten nicht oder nur in „Nischen“ und unter Bürokratischen Auflagen vermarktet werden, weil sie zu heterogen sind, d. h. die einzelnen Exemplare grössere phänotypische und genetische Unterschiede aufweisen als vom Saatgutrecht erlaubt. Die neue Verordnung hebt dieses Verbot für die Biobranche auf. Züchter, Tauscher und Händler müssen bei heterogenem Material lediglich die zuständige Behörde informieren. Die Vermarktung von Bio-Saatgut wird somit massiv erleichtert.

Zudem soll der Zugang zu biologisch gezüchteten Sorten für die biologische Produktion leichter werden. Das soll dazu führen, dass die Bio-Bauern mehr Biomaterial benutzen und dadurch das Angebot vergrössert werden kann.

Als letzter wichtiger Punkt sind laut Verordnung die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, nationale Datenbanken über die Verfügbarkeit von biologischem Saatgut zu erstellen. Die Information über die Verfügbarkeit von Bio-Saatgut soll somit transparenter und erleichtert werden.

Nach Arche Noah beinhaltet die neue EU-Bio-Verordnung eine grosse Chance zur Förderung der Kulturpflanzenvielfalt und der seltenen Sorten, vor allem bei Gemüse und Getreide.

Die neue EU-Bio-Verordnung trägt dazu bei, mehr Variation auf die Felder und Teller zu bringen und fördert alte Kulturpflanzensorten.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter:

europa.eu/rapid/press-release_MEMO-17-4686_de.pdf 

https://www.arche-noah.at/politik/eu-bio-verordnung

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Treffen des Weltbiodiversitätsrates

Das 6. Plenum des zwischenstaatlichen Gremiums zur wissenschaftlichen Politikberatung IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) fand vom 18.-24. März im kolumbianischen Medellin statt. 750 Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 80 Mitgliedsstaaten diskutierten intensiv über den globalen Zustand der biologischen Vielfalt. Fünf wissenschaftliche Berichte wurden angenommen: Vier regionale Bewertungen der Biodiversität in Amerika, Asien, Afrika sowie Europa und Zentralasien und ein Bericht zum Thema Landdegradierung und -wiederherstellung. Zum Bericht

Bessere Fruchtqualität bei Erdbeeren dank Bienenstäubung

An der Uni Göttingen wurden Blütenbestäubungsvarianten bei Erdbeeren miteinander verglichen. Dafür wurden die Selbstbestäubung durch Wind, die offene Bestäubung durch Insekten und die Handbestäubung, bei der der Mensch die Pollen überträgt, auf einem Erdbeerfeld untersucht. Die Resultate zeigen erstaunliches, denn die Selbstbestäubung führte zu kleineren und zu 90% deformierten Erdbeerfrüchten, ausserdem wiesen sie eine kürzere Haltbarkeit auf. Die Insekten- und Handbestäubten Erdbeeren entwickelten sich zu wohlgeformten, schweren und grossen Früchten, die zudem ein sortenspezifischeres Zucker-Säure Verhältnis nachwiesen. Die Forscher konnten aufzeigen, dass der gleichmässigere Bestäubungserfolg durch Hand- und Insektenbestäubung zu einer signifikant erhöhten Produktion des Phytohormaons Indol-3-Essigsäure führt, das grundlegend an der Fruchtentwicklung bei der Erdbeere und weiteren Früchten beteiligt ist. Es bestand zwar kein merkbarer Unterschied zwischen Hand- und Insektenbestäubten Erdbeeren, dennoch ist die Bestäubung durch Menschenhand teuer und zeitintensiver.

Diese Studie zeigt auf, dass die Insektenbestäubung nicht nur eine massgebliche Bedeutung für den landwirtschaftlichen Ertrag hat, sondern zudem phytohormonelle Prozesse steuert, die für die Entwicklung, die Qualität und den sortentypischen Geschmack der Früchte verantwortlich sind. Die natürliche Bestäubungsleistung ist daher essentiell, um Ernte- und Qualitätsverluste zu verhindern, die Früchte dank der längeren Haltbarkeit besser zu vermarkten und der global steigenden Lebensmittelnachfrage gerecht zu werden.

Mehr Informationen:

www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=6093

Originalveröffentlichung: Wietzke, Alexander et al., 2018. Insect pollination as a key factor for strawberry physiology and marketable fruit quality. AGEE 258, 197-204. https://doi.org/10.1016/j.agee.2018.01.036

 

 

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